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Fair Fruchtet“: Ein Zeichen für globale Gerechtigkeit im Obstregal

Weltladentag 2026 rückt Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten in den Fokus

Bananen, Ananas und Mangos zählen zu den Lieblingsfrüchten der Deutschen. Doch hinter dem süßen Genuss verbergen sich oft bittere Arbeitsbedingungen. Zum Weltladentag 2026 lädt der Weltladen Schifferstadt unter dem Motto „Fair Fruchtet“ dazu ein, den Wert unserer Lebensmittel neu zu entdecken.

Ob im globalen Süden oder auf europäischen Feldern: Saisonarbeiter*innen und Kleinbäuer*innen kämpfen weltweit mit ähnlichen Problemen. Niedrige Löhne, befristete Verträge und mangelnde Mitspracherechte prägen oft den Alltag derer, die unsere tägliche Versorgung mit Obst und Gemüse sichern. Häufig fehlen faire Strukturen und der Schutz grundlegender Arbeitsrechte.

„Jeder Kauf einer fair gehandelten Frucht ist mehr als reiner Genuss – es ist eine

Entscheidung für ein gerechteres Wirtschaftssystem“, erklärt Gabriele Riefling-Repp

vom Weltladen Schifferstadt.

Hier setzen faire Handelsmodelle an: sie zielen darauf ab, die Wertschöpfung entlang der Lieferketten gerechter zu verteilen. Fair-Handels-Organisationen ermöglichen es Produzent*innen, verlässlich zu planen und ihre Rechte langfristig durchzusetzen. Statt kurzfristigem Preisdruck stehen Transparenz und partnerschaftliche Beziehungen im Mittelpunkt. Der Faire Handel fordert menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine gerechte Wertschöpfung entlang der Lieferketten. Faire Preise, Transparenz und partnerschaftliche Handelsbeziehungen stehen im Mittelpunkt. Marcel Martetschläger von der Fair Trade Genossenschaft WeltPartner zeigt am Beispiel von Mangos, wie Fairer Handel wirken kann: „Wir arbeiten seit Ende der 1980er-Jahre mit der Organisation Preda auf den Philippinen zusammen. Der Faire Handel sichert Kleinbäuer*innen stabile Einkommen und Perspektiven vor Ort. Gleichzeitig finanziert der Verkauf unserer Mango-Produkte rund die Hälfte der Kinderschutzarbeit von Preda. Jede verkaufte Mango trägt dazu bei, Kinder vor Ausbeutung zu schützen und ermöglicht ihnen Zugang zu Schutzräumen, Therapie und Schulbildung.“

In Schifferstadt lädt der Weltladen am 8. und 9. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten ein, sich zu informieren, wie der Faire Handel konkret für bessere Lebensbedingungen sorgt und wie sie selbst durch bewussten Konsum Teil des Wandels werden können.